Über WeLL

Die Werkstatt für ermächtigendes Lernen und Lehren schafft Lern- und Reflexionsräume für Selbstermächtigung, gegenseitige Bestärkung und kritisches Hinterfragen pädagogischer Praxen. Im Fokus liegt eine kritische - emanzipative Bildungsarbeit für Pädagog*innen.

Die WeLL zeigt auf, wie pädagogische Inhalte und Methoden innovativ und nachhaltig erlernt werden können und hat zum Ziel, Wissen, Methoden, Materialien sowie eine pädagogische Haltung zu verbreiten, die für eine zukunftsfähige Bildungsarbeit förderlich sind. Gleichzeitig möchten wir damit vorleben, wie eine innovative Lehrer*innenbildung gelingen kann. Indem Theorie, Praxis und Reflexion miteinander verknüpft und Selbstverantwortung, Teamfähigkeit, Empathie und Reflexionsfähigkeit der Teilnehmer*innen gefördert werden, können sie die notwendigen Kompetenzen erwerben, um selbst derartige Lernräume zu schaffen.

Seit 2016 arbeiten wir selbstorganisiert als WeLL zusammen, welche wir nach vielen Monaten des Planens und Beratens geschaffen haben. Wir, das Kernteam, waren zum Teil am Beginn unserer pädagogischen Praxis und zum Teil noch in Lehramtsstudien und pädagogischen Ausbildungen aktiv. Im Laufe der Jahre haben uns Lehrende der Universität Wien, der Pädagogischen Hochschule Wien, der Alpen-Adria-Universität Klagenfurt und professionelle Trainer*innen in unserem Netzwerk unterstützt. Da wir, die Gründer*innen der WeLL, selbst an verschiedenen Stellen der pädagogischen Praxis lernen und lehren, haben wir es als emanzipativen Schritt erlebt, uns selbst zu überlegen, was und wie wir am besten lernen und lehren, wie wir miteinander umgehen und was wir eigentlich wirklich brauchen für die Arbeit, die wir machen wollen. Diese Form von Emanzipation möchten wir teilen.

Die Ausbildungsstätten der Pädagog*innen als rationale und oft sterile Räume innerhalb eines Bildungssystems, können es selten leisten, dass Menschen sich auf eine Atmosphäre des Vertrauens, des freudvollen Ausprobierens und mutigen Scheiterns einlassen. Die vielfältigen Herausforderungen des pädagogischen Berufs fordern aber eben diesen emotionalen Zugang, da wir davon ausgehen, nur als ganzer Mensch in der pädagogischen Praxis erfolgreich zu sein.


 

Die WeLL in der UNESCO Broschüre

Unser Text zur WeLL wurde in der UNESCO Broschüre 2018 Global Citizenship Education in der Praxis auf Seite 111 veröffentlicht.

Die WeLL als Lehrveranstaltung

Wintersemester 2018/19

Wintersemester 2019/20

Fragen, die uns in der Werkstatt für ermächtigendes Lernen und Lehren stetig begleiten:
 

  • Welche Rolle haben Pädagog*innen im (Bildungs-)System?

  • Wie wollen wir als Pädagog*innen lernen und lehren?

  • Was sind unsere Aufgaben als Pädagog*innen in Zeiten globalen Wandels?

  • Welchen Einfluss haben wir auf die Gesellschaft und unser Umfeld?

  • Was wollen wir als angehende Pädagog*innen mit unserer Bildung bewirken?

  • Wer bestimmt die derzeitigen Inhalte und warum?

  • Welches Wissen, welche Kompetenzen und welche Haltung brauchen angehende Lehrende, um in Zeiten gesellschaftlichen Wandels zukunftsfähige Bildungsarbeit zu leisten?

  • Wie können Pädagog*innen in einer globalisierten Welt zu einer gerechteren, friedlicheren und nachhaltigeren Zukunft für alle Menschen beitragen?

  • Wie können wir junge Menschen auf ihrem Weg in eine Zukunft begleiten, von der wir noch gar nicht wissen, wie sie aussehen wird?

  • Wie könnte die Ausbildung von Pädagog*innen in einigen Jahren aussehen?

  • Was können wir für uns selbst tun, um als Pädagog*innen kraftvoll und zufrieden wirksam zu sein und wie lernen wir mit Widersprüchen umzugehen?

  • Wie und welche gesellschaftlichen Machtverhältnisse wirken auf die Schule und den Klassenraum ein?

  • Wie gestaltet sich das Verhältnis zwischen Lernenden und Lehrenden?

Vergangene Aktivitäten

Unsere Vergangenen Angebote .... gjhgjhg 1

 

ein Block LV

ein Block Veramstaltungsreihe WeLL

Lernen und Lehren für und in einer Weltgesellschaft - angewandte Global Citizenship Education Was ist Global Citizenship Education? Sie setzt sich aus diversen politischen Pädagogiken, wie aus der Friedenserziehung, dem Globalen Lernen, der Bildung für nachhaltige Entwicklung sowie rassismuskritischen bzw. interkulturellen Pädagogik zusammen. Die Persönlichkeitsentwicklung ist immanenter Bestandteil. GCED erweitert den Horizont zu globalen Fragestellungen mit dem Fokus auf soziale Gleichberechtigung durch Partzipation und kritischem Denkvermögen, um (Macht-) Strukturen und Zusammenhänge zu erkennen. Wie kann Bildung zur Entwicklung eines globalen Bewusstseins beitragen?

Global Citizenship Education

In diesem Workshop geht es um den ermächtigenden Charakter von Bildung.

Kann Bildung ermächtigen? Wen, wie und warum überhaupt? Es geht um das hierarchische Verhältnis zwischen Lehrer*innen und Schüler*innen und um Momente, in denen das Miteinander und das Lernen in der Schule, der Uni und sonstigen Bildungsinstitutionen ein Individuum stärken, aber manchmal auch schwächen kann. Im Workshop beleuchten wir den machtkritischen Charakter von Bildung mit dem Fokus auf Selbstermächtigung. Und führen uns unsere Handlungsmacht in der pädagogischen Praxis vor Augen.

Ermächtigende Bildung?

Hier beschäftigen wir uns mit der Gewaltfreier Kommunikation und dem Zusammenhang von „Autorität“ und „autoritär“. Konkret geht es darum, zu unterscheiden, was es bedeutet, Macht ,über‘ oder ,mit‘ jemandem auszuüben. Dabei versuchen wir zu erforschen, ob und wie wir unsere Zugänglichkeit und die Transparenz unseres Erlebens in Autoritätspositionen wahren können, wie wir in Dialog gehen können und welche Wirksamkeit das im privaten als auch im öffentlichen, strukturellen Bereich erzielen kann.

Gewaltfreie Kommunikation 

Am Beispiel der Gruppendynamik unter den anwesenden Teilnehmenden können wir erkennen, welche (gesellschaftlichen) Strukturen und Muster in Gruppen wirken und wie auch wir selbst in diese verstrickt sind. Da es nicht essentieller Bestandteil des Lehramtsstudiums ist, zu lernen, vor, in und mit Gruppen sicher zu agieren, haben wir uns entschieden, einen geschützten Rahmen zu bieten, in dem die Arbeit mit einer Gruppe und die Reflexion der eigenen Rolle und des Verhaltens in einem sicheren Setting im Zentrum stehen.

Gruppendynamik

Lehren wir wir lernten?

 

Dabei geht es uns darum, zu reflektieren, durch welche Bildungs- und Sozialisationsprozesse wir in unseren bisherigen Leben bereits geprägt wurden und wie uns diese Lernerfahrungen weiterhin in dem prägen, wie wir nun selbst als Pädagog*innen arbeiten. Durch welche unterschiedlichen (Lern-)Kulturen wir geprägt wurden, wie sich dadurch unsere Identität gebildet hat, welche Werte und was für ein Weltbild wir durch die Sozialisierung in uns tragen, sind wesentliche Fragen der Global Citizenship Education und auch zentral für die Arbeit in der WeLL.

Der Workshop steht ganz im Zeichen des Zitats: "We don't teach how we were taught to teach but how we were taught" - und muss das eigentlich so bleiben?

Bildungsbiographie

In der Impulssession holen wir Demokratie als Art des Zusammenlebens in den Fokus.

 

Es geht um Selbstwirksamkeit, dem erleben von Handlungsmacht, Entscheidungsprozesse in der Gesellschaft begreifen, der politischen Begriff Demokratie, um Anerkennung. Die Fragen mit, denen wir uns beschäftigen, sind: Wie fühlt sich Demokratie an? Wie reden wir als Gemeinschaft, als Gruppe miteinander? Wie können wir Entscheidungen treffen, mit denen alle zufrieden sind? Und – wollen wir das überhaupt? Was ist Demokratie? Was kann, darf, soll, muss, möchte Demokratie sein? Und warum das ganze eigentlich für junge Menschen?

Demokratie & Partizipation

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